Das Haus, die Kirche
in Johannisthal, sieht zwar nicht wie ein Kirchgebäude aus,
ist aber die Wohnung der evangelischen Gemeinde Johannisthal. Hier wird
gebetet, gesungen, gefeiert und auch gezweifelt und gestritten. Damit
das Haus erhalten werden kann, eines der wenigen historischen
Gebäude in Johannisthal, muss es umweltbewusst saniert werden,
um die Betriebskosten dauerhaft zu senken. Das ist eine riesige
Aufgabe. Aber war es nicht immer so, dass eine Gruppe zu einer
„Familie“ zusammengewachsen ist, wenn sie gemeinsam
etwas geschafft hat? Daran glauben sie fest, die Mitglieder des
Fördervereins zur Erhaltung des ev. Kirchengebäudes
in Johannisthal e. V., der im
Dezember 2008 gegründet wurde.
Der Verein will
durch seine Aktivitäten den Gemeindekirchenrat in der
Beschaffung der Sanierungsgelder unterstützen.
Was wurde im ersten
Jahr erreicht? Der Verein hat jetzt 59 Mitglieder. Die langwierigste
und unangenehmste Aktion waren die Verhandlungen mit dem Finanzamt um
den Status „Gemeinnützigkeit“, der nach
einem Jahr wieder überprüft wird.
Einen
großen Erfolg bewirkte das 1. Benefizkonzert
im Juni 2009. Der Kirchsaal konnte kaum alle Besucher fassen,
der nicht enden wollende Beifall zeigte die Begeisterung des Publikums.
Es war ein besonderes Ereignis im kulturellen Leben Johannisthals.
Der Vortrag von Herrn Mönch
über Umweltzone und neue Kfz-Steuer löste eine
interessante Diskussion aus.
Im September konnte
der Verein dann ein „Startkapital“
von 1.250 EUR als Auszeichnung vom Förderkreis Alte Kirchen
Berlin-Brandenburg e. V. in Empfang nehmen.
Der Verein hat
momentan ein Guthaben von ca. 10 000 EUR. Das ist schon ein
erstaunlicher Betrag, aber im Verhältnis zu der gebrauchten
Gesamtsumme noch nicht viel. Die Sammelaktion wird verstärkt
aktiviert, wenn das Konzept und damit die Kosten des Umbaus fest stehen.
Im nächsten
Jahr plant der Verein fünf Benefizkonzerte, einen Vortrag von
E. Iskraut „Apropos Bibel“, einen Vortrag von R.
Burow über „Die Geschichte Johannisthals“
und eine Lesung mit Musik mit Christian Steyer.
Was sich aber immer
wieder zeigt, ist das Gefühl der Zusammengehörigkeit
der Mitglieder. Die Arbeit kostet viel Zeit, aber es macht Freude, weil
alle mithelfen - jeder nach seinen Fähigkeiten und
Möglichkeiten. Vielleicht möchten Sie auch mithelfen?
Denn „Gemeinsam erreichen wir das Ziel!“
Regina Burow